Hautausschläge können verschiedene Ursachen haben. In der letzten Zeit sind wieder vermehrt Parasiten dafür verantwortlich. Im Spätsommer kommt bspw. auch die Hand-Fuß-Mund-Krankheit als Auslöser in Frage. Hinweise auf die Ursache können u. a. das Muster des Ausschlags, weitere Symptome und vergangene Aufenthaltsorte liefern. So sind gewisse Berufsgruppen unterschiedlich stark gefährdet, sich anzustecken.

Läuse

Auf dem Kopf sind Hautveränderungen nicht so gut zu sehen, doch wenn Juckreiz auftritt, stecken nicht selten Läuse dahinter. Die kleinen Tierchen sind kaum erkennbar, dafür aber ihre Nissen, d. h. die leeren Eihüllen. Sind nur noch diese vorhanden, besteht kein Behandlungsbedarf; sollten allerdings noch die gräulich-bräunlichen Eier vorhanden sein, schlüpfen daraus meist Lausembryos, die entfernt werden sollten. Häufig befinden sich die Eier an den Schläfen, hinter den Ohren und im Nacken.

Läuse lassen sich mit einem speziellen Nissenkamm gut auskämmen. Zwei Wochen lang die feuchten Haare alle vier Tage zu behandeln, reicht oft aus. Alternativ kann auch zu einem Mittel gegen Läuse aus der Apotheke gegriffen werden.

Entgegen der weitläufigen Meinung verbreiten Läuse sich äußerst selten über Kleidung, Bettwäsche oder Handtücher weiter. Die kleinen Parasiten bewegen sich lieber direkt von Kopf zu Kopf. Mit einem Betroffenen die Köpfe zusammenzustecken, ist daher keine gute Idee.

Besonders viele Fälle von Kopfläusen gibt es im Sommer und überdurchschnittlich oft sind Kinder betroffen. Daher sollten Erwachsene, die in der Kinderbetreuung arbeiten, auf erste Anzeichen achten (z. B. häufiges Kratzen am Kopf) und ggf. Abstand halten. Zudem besteht bei Kopfläusen Meldepflicht, wenn Fälle in Gemeinschaftseinrichtungen auftreten.

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Flöhe

Eine andere Lausart, die Kleiderlaus, befällt zwar den Körper des Menschen, ist hierzulande aber derzeit eher selten zu finden. Wenn Stiche am Körper, vor allem an den Beinen und im Taillenbereich auftauchen, könnten Flöhe dahinterstecken. Die sogenannten hämorrhagischen Papeln sind zickzackförmig angeordnet oder gruppiert und lösen starken Juckreiz aus. In der Folge können bakterielle Infektionen oder Furunkel entstehen.

Da die Flöhe nur kurzzeitig auf dem Wirt bleiben, erfolgt die Diagnose anhand des Stichmusters. Behandelt werden kann mit Lotionen und Salben. Um das Problem zu beseitigen, ist die Suche nach der Quelle entscheidend. Naheliegend ist die Suche an Tieren, mit denen Kontakt bestand. Wichtig zu wissen: Menschenflöhe fühlen sich auch auf Tieren wohl und Tierflöhe auch auf Menschen. Wer z. B. in der Landwirtschaft oder Tierpflege arbeitet und Kontakt mit Schweinen, Ziegen, Katzen oder Hunden hatte, sollte die Vierbeiner genau unter die Lupe nehmen und ggf. behandeln lassen. Ganz wichtig ist die gründliche Reinigung des Umfeldes. Möglicherweise muss ein Kammerjäger zum Einsatz kommen.

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Bettwanzen

Sind Stiche eher in Reihen angeordnet, sind nicht selten Bettwanzen daran schuld. Sie treten häufiger bei schlechter Hygiene auf und gelangen manchmal mit antiquarischen Möbeln oder Gegenständen in die eigenen vier Wände. Wer (geschäftlich) viel reist, ist den unangenehmen Parasiten vielleicht schon in Hotels begegnet. Leider bleiben sie häufig nicht dort, sondern begeben sich unbemerkt ins Gepäck oder legen ihre Eier hinein und treten gemeinsam mit den Reisenden den Heimweg an. Neben den typischen Stichen sind weitere Indizien dafür, dass es sich bei den Übeltätern um Bettwanzen handeln könnte, ein süßlicher Gestank sowie kleine Kottröpfchen auf der Bettwäsche.

Behandelt werden die Stiche mit juckreizstillenden Mitteln. Auch bei Bettwanzen ist das Auffinden der Quelle essentiell. Die Bekämpfung der Wanzen sollten Fachleute übernehmen. Oft befinden sich die Eier an schwer zugänglichen Stellen, sodass nicht alle gleich erreicht werden könnten. Daher sollte man das Prozedere wöchentlich wiederholen, bis alle Wanzen und Eier verschwunden sind.

Tipp: Um sich Bettwanzen gar nicht erst ins Haus zu holen, empfiehlt es sich, nach der (Geschäfts-)reise das Gepäck draußen auszupacken oder – wenn dies nicht möglich ist – auf einem großen Laken. Haucht man in Gepäckverschlüsse hinein, kommen die Wanzen hervor. Die Wäsche und das Laken sollten sofort bei mindestens 60 °C gewaschen oder für 48 Stunden ins Gefrierfach gelegt werden.

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Krätze

Ebenfalls durch Parasiten verursacht wird die Krätze. Die Krätzmilben (Sarcoptes scabiei) verursachen starken Juckreiz, der vorwiegend im Bett auftritt und eine schuppig-krustige Haut mit Papeln. Die meisten Arten von Krätze werden erst bei großflächigem Hautkontakt von mindestens 5 Minuten übertragen. Gefährdete Berufsgruppen sind somit vor allem Menschen, die in der Pflege arbeiten und dort auf Erkrankte treffen.

Eine bestimmte Form der Krätze hingegen, die Scabies crustosa, ist hochansteckend und kann sogar über gemeinsam genutzte Gegenstände übertragen werden. Zu erkennen ist diese schwere Form an starker Krustenbildung vor allem an Händen, Füßen, Ellenbogen und Knie, manchmal sogar im Gesicht. Wichtig: Wer Kontakt mit Erkrankten hatte, kann die Krätzmilben bereits weitertragen, wenn noch keine Symptome vorhanden sind. Daher sollte für fünf bis sechs Wochen auf intensive Hautkontakte verzichtet werden.

Wer Krätze an sich vermutet, sollte umgehend zum Arzt gehen und engen Körperkontakt zu anderen Menschen meiden. In den meisten Fällen reicht eine ambulante Behandlung aus. Die Erkrankung kann sowohl äußerlich als auch mit Medikamenten zum Einnehmen behandelt werden.

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Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Auch an Hautausschlägen zu erkennen, aber nicht durch Parasiten, sondern durch Viren verursacht, ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Wie der Name vermuten lässt, zeigt sich die Erkrankung durch Bläschen an Händen, Füßen, im Gesicht sowie auf der Mundschleimhaut. Ein bis zwei Tage vor Auftreten des Ausschlages leiden die Betroffenen – in den meisten Fällen Kinder – an Symptomen wie Fieber, Übelkeit, Glieder- und Halsschmerzen.

Gefährdete Erwachsene sind in erster Linie diejenigen, die mit Kindern arbeiten. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion, also beim Husten, Niesen oder Sprechen. Aber auch Schmierinfektionen durch Speichel, Stuhl oder Bläschenflüssigkeit sind möglich. Ansteckungsgefahr besteht ca. eine Woche lang.

Die Viruserkrankung lässt sich nicht ursächlich behandeln, allerdings können Analgetika wie Ibuprofen oder Paracetamol gegen Schmerzen und Fieber sowie Tinkturen gegen die schmerzenden Bläschen im Mund gegeben werden.

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit tritt vermehrt im Spätsommer auf. Um die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung zu verringern, ist – wie bei vielen Erkrankungen – regelmäßiges Händewaschen mit Seife sowie Abstand zu Erkrankten empfehlenswert.

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Foto: Fotolia_168909753_S

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