In Deutschland erkrankt alle zwölf Minuten ein Mensch an Leukämie (Blutkrebs). Umso wahrscheinlicher ist es, dass es sich um eine Person aus dem eigenen Arbeitsumfeld handelt. Denn Blutkrebs kann jeden treffen: den direkten Kollegen, die Tochter der Chefin, ein Mitglied der Betriebssportmannschaft oder den Sohn des langjährigen Lieferanten.

Am 28. Mai ist World Blood Cancer Day

Alle 27 Sekunden erkrankt ein Mensch weltweit an Blutkrebs. Für viele ist eine Stammzellspende die einzige Chance auf Heilung. Doch dafür benötigt es eine passende Spende. Um diese zu finden, ist es wichtig, dass sich so viele Menschen wie möglich für eben eine solche Stammzellspende registrieren. Für erkrankte Menschen ist die Diagnose Blutkrebs häufig ein Wettlauf gegen die Zeit. Deshalb macht die DKMS insbesondere am Welt-Blutkrebstag darauf aufmerksam, dass die persönliche Registrierung das beste Mittel gegen Blutkrebs ist.

Die DKMS

Dr. Peter Harf gründete 1991 die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS), um potenzielle Stammzellenspender:innen für seine an Leukämie erkrankte Ehefrau zu finden. Damals gab es gerade einmal 3.000 registrierte Stammzellspender:innen in Deutschland. Seit mehr als 35 Jahren sorgt die DKMS nun dafür, dass immer mehr Patientinnen und Patienten eine lebensrettende Stammzellspende erhalten. Aktuell sind mehr als 13 Millionen potenzielle Spenderinnen und Spender zwischen 17 und 55 Jahren registriert. Hört sich zunächst gut an, allerdings fallen 160.000 Spender:innen 2026 altersbedingt aus der DKMS-Datei heraus – aufgrund der gesetzlich festgelegten Altersgrenze von 61 Jahren – und kommen nicht mehr für eine Stammzellspende in Betracht. Umso wichtiger, kontinuierlich für die Registrierung zu werben. Jeder Mensch zwischen 17 und 55 Jahren kann sich als potenzielle:r Stammzellspender:in registrieren lassen. Zwar dürfen 17-Jährige noch keine Stammzellen spenden, werden aber ab dem 18. Geburtstag automatisch für die Spendersuche berücksichtigt.

Als Unternehmen die Stammzellspende unterstützen

Unternehmen können einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leisten: mit einer niedrigschwelligen Registrierungsaktion zur Stammzellspende für Mitarbeitende direkt im Betrieb. Denn viele Menschen bestellen sich zwar privat ein Registrierungsset bei der DKMS, aber nur 60 Prozent senden es wieder zurück. Möglicherweise keine Zeit gefunden oder Zweifel beim selbstständigen Wangenabstrich gehabt?

Arbeitgeber, die ihrer Belegschaft die Möglichkeit bieten, sich während der Arbeitszeit ohne weite Wege einfach als potenzielle Stammzellspender:innen registrieren zu lassen, können Großes bewegen. Registrierungsaktionen im Unternehmen zeigen nicht nur sichtbar gesellschaftliches Engagement und Verantwortungsbewusstsein, sondern fördern auch den Zusammenhalt als Team und damit eine positive Unternehmenskultur. Menschen halten zusammen, bewegen gemeinsam etwas und retten im Idealfall ein Menschenleben.

Wie läuft eine Registrierung ab?

“Stäbchen rein, Spender sein”, so lautet einer der bekannten Werbeslogans der DKMS. Aktuell appelliert die DKMS mit “Das beste Mittel Gegen Blutkrebs bis Du!”, damit sich möglichst viele Menschen freiwillig als potenzielle Stammzellspender:innen registrieren.

Die Registrierung erfolgt über einen einfachen Wangenschleimhautabstrich mittels Wattestäbchen. Die gewonnenen Gewebemerkmale werden analysiert und in eine internationale Spenderdatei aufgenommen. Kommt es später zu einer genetischen Übereinstimmung mit einer erkrankten Person, kann die registrierte Person möglicherweise Stammzellen spenden und damit Leben retten.

Im ersten Halbjahr 2025 wurden rund 150.000 neue Registrierungen durchgeführt. Dennoch findet etwa jede zehnte betroffene Person keinen passenden Spender.

Vorteile einer Registrierungsaktion im Unternehmen

  • im Unternehmen können viele Menschen an einem Ort erreicht werden
  • mit Firmenjubiläum, Gesundheitswoche kombinierbar
  • Motivation zur Registrierung steigt durch den Teamgedanken “Gemeinsam Gutes tun”
  • kurze Wege während der Arbeitszeit zur Registrierung (z. B. Eingangshalle, Kantine, Besprechungsraum etc.)
  • die Planung und Organisation der Aktion wird durch die DKMS unterstützt

Wichtig: Eine Registrierungsaktion für potenzielle Stammzellspender:innen im Unternehmen ist keine arbeitsmedizinische Untersuchung. Sie ist eine gut umsetzbare Maßnahme mit potenziell lebensrettender Wirkung. Die Teilnahme an einer Registrierungsaktion muss freiwillig erfolgen.

Weitere Informationen:

Fotoquelle: DKMS

Stand: Mai 2026